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      Larynxläsion durch Intubation: Je früher der HNO-Spezialist eingreift, desto besser

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      Hno-Nachrichten
      Springer Medizin

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          Abstract

          Frühe HNO-ärztliche Maßnahmen wirken sich für Patienten, deren Larynx durch eine endotracheale Intubation verletzt wurde, deutlich günstiger aus als ein abwartendes Vorgehen. Mit den Folgen früher oder später Intervention gegen Läsionen des Kehlkopfs, verursacht durch längerfristige Intubation, haben sich HNO-Ärzte der Vanderbilt-Universität in Nashville beschäftigt. Sie werteten retrospektiv Daten von 29 Patienten aus. Zehn Patienten mit einer posterioren Intubationsverletzung der Glottis waren im Median früh - binnen 45 Tagen nach Intubation -, 19 weitere erst später HNO-ärztlich versorgt worden. Häufigste Gründe für die Intubation waren Verkehrsunfälle und Verbrennungen. Bis auf einen benötigten alle Patienten im Verlauf eine Tracheostomie. Die Resultate sprechen für die frühe, im Median nach 35 Tagen, und gegen die späte, median nach 289 Tagen erfolgte Intervention. Durchschnittlich dauerte es nach Frühinterventionen 54 und nach spätem Eingreifen 155 Tage bis zum Entfernen des Trachealtubus. 9/10 Patienten nach früher und 11/19 Patienten nach später Intervention benötigten bei der Abschlussuntersuchung (nach 121 bzw. 179 Tagen) keinen Tubus mehr. Generell waren nach frühen Maßnahmen weniger Eingriffe nötig (im Mittel 2,2 vs. 11,5). Offene Operationen brauchte kein Patient, der früh, aber 17 Patienten, die spät HNO-ärztlich behandelt worden waren. Frühes HNO-medizinisches Eingreifen gegen Larynxverletzungen unterbricht womöglich deren natürlichen Verlauf. "Diese Befunde könnten für die Versorgung von Patienten relevant sein, die aufgrund von Covid-19 ein akutes Lungenversagen entwickelt haben und längerfristig beatmungspflichtig sind", meinen Anne Lowery und Kollegen. Patienten mit Verletzungen des Larynx nach endotrachealer Intubation weisen oft noch lange danach fibrotische Veränderungen des Kehlkopfs und eine eingeschränkte Beweglichkeit des Krikoarytenoidgelenks auf. Ursache hierfür sind mukosale Ulzera und eine Perichondritis, die zur Bildung von Granulationsgewebe führen. Wandelt sich dieses in Narbengewebe um, kann sich eine Laryngealstenose bilden, die der Inzision und Ballondilatation bedarf. Dem versucht die Frühintervention nach Intubation vorzubeugen: mit Débridement exophytisch wachsenden Granulationsgewebes, Abtragung nekrotischer Mukosa bis zu vitalem Gewebe und bilateralen Kortikoidinjektionen in die Schleimhaut, die an die Kapsel des Krikoarytenoidgelenks angrenzt. Fazit: Früh einsetzende Maßnahmen gegen Larynxläsionen aufgrund von Intubation haben Vorteile für die Patienten, z. B. sind seltener offene Eingriffe nötig. Lowery AS et al. Early Intervention for the Treatment of Acute Laryngeal Injury After Intubation. JAMA Otolaryngol Head Neck Surg. 2021; https://doi.org/10.1001/jamaoto.2020.4517

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          Contributors
          robert.bublak@springer.com
          Journal
          HNO Nachr
          HNO Nachr
          Hno-Nachrichten
          Springer Medizin (Heidelberg )
          0177-1000
          2198-6533
          22 April 2021
          2021
          : 51
          : 2
          : 16
          Affiliations
          Springer Medizin, München, Germany
          Article
          7543
          10.1007/s00060-021-7543-5
          8042623
          9df98f01-3b61-43d9-8b50-3fc5a9de86b6
          © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2021

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          History
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          Literatur Kompakt
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          © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2021

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